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Erfolgreiches Comeback - die Geschichte der Manschettenknöpfe

Die Geschichte des Manschettenknopfes erstreckt sich mittlerweile über mehrere Jahrhunderte. Schon mehr als einmal wurde er totgesagt und tauchte dann doch immer wieder wie ein strahlender Phoenix aus der Asche auf. Und auch jetzt setzt dieses Accessoire wieder zu einem Höhenflug der Extraklasse an. Manschettenknöpfe sind wieder zu einem modischen Thema geworden, an dem kaum ein Weg vorbei geht. Ursprünglich nur Zierart für die adlige Elite Herrenaccessoires sind nicht sonderlich dicht gesät. Neben Uhren und Krawattennadeln sind deshalb die Verzierungen der Manschetten eine der wenigen Möglichkeiten, um auch heute noch auf sich aufmerksam zu machen. Dass sich diese Schmuckstücke immer noch großer Beliebtheit erfreuen, war nicht von Beginn an selbstverständlich. Denn die Geschichte des Manschettenknopfs begann im 17. Jahrhundert, zu diesem Zeitpunkt tauchten die ersten Manschettenknöpfe auf. Doch waren sie damals auf die Reihen des Adels beschränkt und waren für das Gros der Bevölkerung nicht nur unerschwinglich, es gab zudem auch noch keine Hemdform, die einen Manschettenknopf unabdingbar machte. Die Bevölkerung verließ sich weiterhin auf Ärmel, die nicht zu lang waren und damit nicht gebändigt werden mussten, oder sie behalf sich mit Schnüren, um ihre Ärmelenden nicht als Störung empfinden zu müssen. Aller Zierart war damals auf die adlige Welt beschränkt.

Manschettenknöpfe: Ein Kind der schönen neuen Welt Das Schicksal, ein modisches Accessoire für die Elite zu sein und damit schnell in Vergessenheit zu geraten, widerfuhr den Manschettenknöpfen glücklicherweise nicht. Im 18. Jahrhundert wurden sie stetig beliebter, sie nahmen modische Fahrt auf. Doch brauchten diese Schmuckstücke noch einige Zeit, bis sie sich auch in die Herzen der breiten Masse vorgearbeitet hatten und vor allem für diese auch erschwinglich waren. Vereinfacht lässt sich sagen, dass Manschettenknöpfe als modischer Magnet für die Massen ein Kind des Viktorianischen waren und damit auch ein Kind der Industrialisierung. Mit dem aufsteigenden Bürgertum wurde der White Collar zum Synonym für die Männer, die nicht mehr auf dem Feld schuften mussten und auch nicht, als Blue Collar, in den Fabriken arbeiteten. Damit wurde auch der Manschettenknopf zu einem Symbol für den gesellschaftlichen Aufstieg und diese Rolle hat er bis heute nicht verloren. Immer, wenn Status eine Rolle spielt, kommen Manschettenknöpfe wieder ins Spiel. Sie zeugen von Stil und Klasse. Schmuck als Statussymbol Mit Manschettenknöpfen konnte das Bürgertum des 19. Jahrhunderts ein wenig vom Glanz des Adels für sich gewinnen. Auch wenn die höfischen und dekadenten Sitten den neuen Herren der Gesellschaft nicht sonderlich gut gefielen, waren kostbare Edelsteine und hochwertige Metalle trotzdem sehr begehrt. Damit ist der Manschettenknopf ein herrlicher Beweis dafür, dass auch das viktorianische Zeitalter nur auf den ersten Blick puritanisch und freudlos war. So wurde der Herrenschmuck zu einer Möglichkeit, die guten Sitten zu wahren und trotzdem den neuerworbenen Reichtum modisch zu betonen. Aber all das mit genug Dezenz und nicht zu offen. Wenn zu Beginn des 18. Jahrhunderts der Manschettenknopf nur einigen wohlhabenden Herren vorbehalten war, wurde durch den Einsatz von preiswerteren Ausgangsmaterialien und einer industriellen Massenfertigung der Manschettenknopf im frühen 19. Jahrhundert zu einem Massenprodukt, das sich auch weniger begüterte Männer leisten konnten. Und diese Beliebtheit hielt bis zum Ende des 2. Weltkrieges an. Ein T-Shirt hat keine Umschlagmanschetten: Der Manschettenknopf in der Krise Im 20. Jahrhundert gab es immer wieder Phasen, in denen Manschettenknöpfe ihren modischen Glanz verloren. In der Nachkriegszeit befand sich Europa im Wiederaufbau und damit war kaum Geld für neuen Herrenschmuck vorhanden. Dann kamen auch schon schnell die 70er Jahre, in denen jede Konvention abgelehnt wurde, vor allem Anzüge und Hemden wurden von den Kindern der Flower Power Generation rundweg abgelehnt. Wenn schon ein ungeliebtes Hemd getragen wurde, dann ohne Aufwand. Die Manschette musste knöpfbar sein, um Zeit zu sparen. Ein weiterer Grund für diesen schmucklosen Abschluss des Hemdes war zudem, dass man nicht zu sehr die Blicke auf die, angeblich, altmodische Kleidung ziehen wollte. Von Seide und Emaille: Die moderne Renaissance Auch wenn die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts für mehr als nur eine Modesünde berüchtigt sind, hatten sie dennoch auch ihre durchaus positiven modischen Seiten. Stil und Klasse wurden wieder für breite Bevölkerungsteile attraktiv, Anzüge von Armani und Boss wurden zu enorm begehrten Statussymbolen. Doch auch das war den elitären Yuppies der 80er nicht genug. Sie entdeckten die Umschlagmanschetten und den Manschettenknopf für sich. Edelste Metalle, vor allem Platin, und kostbare Edelsteine wurden jetzt wieder vermehrt für die Fertigung von Herrenschmuck genutzt. Und der Seidenknoten wurde ebenfalls wieder hoffähig. Zudem wurde auch der Emaille wieder zu einem Bereich, in dem sich Designer wunderbar austoben konnten und für schönste Kreationen gesorgt haben. Eine Welt ohne Krawattennadeln und Manschettenknöpfe? Die Manschettenknöpfe hielten die Position der 80er jedoch nicht lang. Eine Manschette, die nicht knöpfbar ist? In den 90er Jahren undenkbar, der kurze und sehr kreative Höhenflug der Manschettenknöpfe wurde daher schon im Folgejahrzehnt gestoppt. Die Zeiten wurden schlechter, die Herrenmode eindimensionaler, mache behaupten sogar, dass sie einfältiger wurde. Wie in den 70ern waren plötzlich T-Shirts jedem Hemd vorzuziehen und die Herrenmode wurde so um reizvolle und individuelle Akzente gebracht. Durch den Dress Code der 90er waren daher auch keine Krawattennadeln vorgesehen. Der Herrenschmuck bestand zumeist lediglich aus einer Uhr aus Plastik. Seide, Platin, Gold, all das war für die meisten Männer kein Thema mehr. Doch wurde diese magere Herrenmode zusammen mit dem alten Jahrtausend beendet. Emaille als Ausdruck der neuen Kreativität Manschettenknöpfe sind nicht nur modische Accessoires, sie sind auch ein Indikator für die wirtschaftliche Lage. Für diesen Zweck waren sie ja auch ursprünglich geschaffen worden. Die These, dass in Zeiten der Hochkonjunktur vor allem der Herrenschmuck in den Fokus des Interesses kommt, ist sicherlich mehr als haltbar. Und daher gibt es jetzt wieder die Anlässe, an denen Seidenknoten getragen werden, es gibt aber auch die Gelegenheiten, um Understatement zu zeigen. Daher sind Manschettenknöpfe heute kein Muss mehr, aber ihr Wiedererstarken beweist, dass kostbare Metalle und hervorragendes Design auch auf dem kleinen Raum der Manschettenknöpfe für viel positive Resonanz sorgen können. Und auch der Emaille wird wieder verstärkt eingesetzt, um von Stil und einer dezenten Form von modischer Extravaganz zu erzählen. Mehr als nur als nur salonfähig: Seidenknoten sind wieder en vogue In den letzten Jahren sind Manschettenknöpfe vollständig aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Ursprünglich geschaffen, um die Manschette zu schließen, sind sie jetzt wieder ein Statussymbol und ein stilvoller Schmuck für Herren, die das Besondere lieben. Damit werden auch die Umschlagmanschetten wieder salonfähig, die jetzt wieder in einer herrlichen Vielfalt geziert werden können. Ihr zierender Schmuck hält sich dabei nicht zurück. Emaille, Seide, Platin oder moderne neue Legierungen bestimmen jetzt die Looks, die damit so vielseitig und kreativ wie nie zuvor sind. Da ist es kein Wunder, dass auch im Geschäftsleben immer mehr geschmückte Umschlagmanschetten auftauchen und die Manschettenknöpfe nicht mehr vorwiegend zu festlichen privaten Anlässen getragen werden. Sie sind damit wieder das Statussymbol, das jeden Herren aus der Masse herausstechen lässt.

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