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PRIVATE WEDNESDAY mit Manuel Späth

Manuel Späth, Du bist Handballprofi und spielst seit der Saison 2006/2007 beim Bundesligisten FRISCH AUF! Göppingen. Ihr habt etliche Erfolge vorzuweisen: ihr seid zwei Mal Europapokalsieger geworden! Du persönlich hattest Dein Debüt 2008 in der deutschen Nationalmannschaft beim Testspiel gegen Island. Ende 2013 hattest Du ein sehr ungewöhnliches Jubiläum: Du bestrittst Dein 250. Ligaspiel (und damit 309. Profi-Pflichtspiel, also einschließlich DHB-Pokalspielen und Europapokalspielen) in Folge, das heißt, ohne ein einziges Spiel verletzungs- oder krankheitsbedingt zu verpassen. Sensationell ist, dass Du bis jetzt in 2016 auch weiterhin kein einziges Pflichtspiel von FRISCH AUF! Göppingen verpasst hast. Respekt! Nach dem Sieg beim Vier-Nationen-Turnier im vergangenen November wurdest Du in den erweiterten Kader für die Europameisterschaft in Polen aufgenommen, was bedeutet, dass Du auf Abruf bereit standst. Wir freuen uns, Dir ein paar Fragen stellen zu dürfen.

MAENNERSTYLE: Durch die Handball EM in Polen und den grandiosen Sieg ist endlich klar, dass der deutsche Handball genial ist. Wie müsste sich das Ganze jetzt weiter entwickeln, damit der Handball in Zukunft weiterhin die Beachtung findet, die er verdient? Ist der Gewinn der Euro 2016 der Startschuss in eine erfolgreichere Zukunft des deutschen Handballs und womöglich der Beginn einer goldenen Ära?

MANUEL SPÄTH: Der deutsche Handball muss die Euphorie und die öffentliche Wahrnehmung jetzt nutzen um unsere Sportart dauerhaft als Sportart Nr.2 hinter dem Fußball zu etablieren. Wie sich der Gewinn tatsächlich auf die Sportart auswirken wird, lässt sich allerdings erst in ein paar Jahren sehen und hängt auch vom zukünftigen Abschneiden der Nationalmannschaft ab.

MS: Im Vorfeld der Euro 2016 hatte niemand die Deutsche Mannschaft auf dem Zettel. Gerade die Ausfälle der vielen Leistungsträger wie zum Beispiel Uwe Gensheimer war ein schwerer Schlag. Trotzdem wurde die Mannschaft Turniersieger. Was war Deiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg?

M. Späth: Das deutsche Team hatte einen unglaublichen Teamgeist und ist förmlich über sich hinausgewachsen. Vielleicht haben die vielen Verletzten auch dazu beigetragen, dass das Team noch enger zusammengewachsen ist. Jeder hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und ist an seine Leistungsgrenze gegangen.

MS: Schauen wir mal 1 Jahr in die Zukunft, und der Handball ist nun um einiges präsenter im deutschen Sport: was hast Du persönlich dazu beigetragen?

M. Späth: Ich glaube es geht nicht so sehr um Einzelpersonen, sondern vielmehr um die Sportart an sich. Ein erster wichtiger Schritt wäre zum Beispiel, dass die nächste WM nach diesem grandiosen Erfolg auch im Free-TV übertragen wird und man so ein deutlich größeres Publikum ansprechen kann.

MS: Trotz Abrufbereitschaft für die Bad Boys bist Du Anfang des Jahres mit deiner Frau nach China gereist. Bei einem Anruf von Bundestrainer Dagur Sigurdsson wärst Du sofort zurückgeflogen, die Sporttasche stand bereit. Hast Du die EM von China aus verfolgt?

M. Späth: Nein, ich war zwar Anfang des Jahres in China, aber am 11.01 ist auch in Göppingen wieder die Vorbereitung auf die Rückrunde losgegangen. Somit habe ich die EM zwischen unseren Trainingseinheiten von zuhause aus verfolgt.

MS: Wenn Du in 30 Jahren im Schaukelstuhl sitzt und auf Dein Leben zurückblickst, was erzählst Du Deinen Enkeln? Welche Erfahrungen haben Dich am stärksten geprägt?

M. Späth: In erster Linie hoffe ich, dass ich in 30 Jahren noch so fit bin um nicht dauerhaft im Schaukelstuhl sitzen zu müssen ;) Es wäre zu früh um auf das Leben zurückzublicken. Aber bis dahin kann noch so viel passieren dass ich mich jetzt noch nicht damit beschäftigen möchte und lieber im Hier und Jetzt lebe.

MS: Wie entspannst Du Dich am liebsten in Deiner Freizeit? Was ist Dein Ausgleich?

M. Späth: Ich verbringe die freie Zeit am liebsten mit meiner Frau, meiner Familie und unseren Freunden. Wir unternehmen viel und sind gerne unterwegs. Ansonsten darf es auch mal ein gutes Buch oder Brettspiel sein.

MS: In welchen Outfit fühlst Du Dich am wohlsten? Beschreibe es und erkläre, was es ausmacht.

M. Späth: Am wohlsten fühle ich mich in Badehose und Flip Flops ;) Ne im Ernst, es sollte bequem und schick sein. In meiner Freizeit trage ich zumeist Sneaker, Jeans und obenrum dann je nach Lust und Laune.

MS: Welche Farbe findet man hauptsächlich in Deinem Kleiderschrank? Und warum?

M. Späth: Ich bevorzuge bei meiner Kleidung eher unauffälligere Farben wie grau, blau oder schwarz. Ich finde, dass sie sich besser miteinander kombinieren lassen. Natürlich habe ich auch Shirts in anderen Farben, aber grelle Farben trage ich sehr selten.

MS: Du als Kreisläufer mit der Nummer 9 hast per Fernstudium Internationales Management studiert. Was kannst Du als Profi dem Handballnachwuchs mit auf den Weg geben?

M. Späth: Es muss jedem klar sein, dass man egal wie talentiert man ist nur mit viel Training und Disziplin erfolgreich werden kann. Natürlich darf aber auch nie der Spaß am Handballspielen verloren gehen. Außerdem ist es wichtig, dass man sich neben dem Handball auch ein zweites Standbein für die Zeit nach der Karriere schafft um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen.

MS: Was wünschst Du Dir für Deine Zukunft? Was treibt Dich an?

M. Späth: Ich wünsche mir das meine Familie gesund bleibt und alles andere wird die Zeit dann bringen. Zunächst einmal freue ich mich auf den neuen Lebensabschnitt mit unserem Nachwuchs ab September.

Manuel, vielen Dank, dass Du Dir Zeit genommen hast, uns Fragen zu beantworten. Wir wünschen Dir für die Zukunft weiterhin alles Gute!

FOTOS: Heiko Herrmann

http://www.heikoherrmann.com

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